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    Plötzlich Ortsbeirätin – Interview mit Nadja

    Am 6. März wurden in Wiesbaden nicht nur die Vertreter in der Stadtverordnetenversammlung neu gewählt sondern auch die Ortsbeiräte neu besetzt. Für die Freien Demokraten hat in Kostheim unser JuLi Mitglied Nadja auf Platz 1 kandidiert und wurde auch gewählt. Mit uns hat sie über den Wahlkampf, die Besonderheiten in AKK und ihre ganz persönliche Vision für Wiesbaden geredet.

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  • wiesbaden1

    CDU und SPD betreiben Politik gegen die Jugend!

    Pressemitteilung
    Wiesbaden, den 2.7.2015
    Junge Liberale: „CDU und SPD betreiben Politik gegen die Jugend!“
    Sparen nur bei den Jungen: Keine KiTas, keine Schulen, Abzocke von Studenten
    Die Jungen Liberalen Wiesbaden sind von den Sparvorschlägen der Koalition aus CDU und SPD entsetzt. Lucas Schwalbach, Spitzenkandidat der JuLis Wiesbaden für die Kommunalwahl 2016, kritisiert die heute veröffentlichten Maßnahmen des Stadtkämmerers: „SPD und CDU betreiben eine Politik gegen junge Menschen und verspielen die Zukunft. Keine Gruppe wird von den Sparmaßnahmen so hart getroffen wie die Jugend. Investitionen in die Zukunft finden nicht mehr statt“, so Schwalbach.
    Alexander Winkelmann, Kreisvorsitzender der JuLis Wiesbaden, erklärt dazu: „Mit dem Sanierungsstopp an den Wiesbadener Schulen müssen die Schüler auch in Zukunft in ihren heruntergekommenen Schulgebäuden ausharren. Eltern können ihre Kinder nicht in eine Kindertagesstätte schicken, weil nicht ausreichend Plätze zur Verfügung stehen und gleichzeitig wird mit der Zweitwohnsitzsteuer die Axt an den Hochschulstandort Wiesbaden gelegt. Wiesbaden kann es sich nicht leisten seinen Hochschulstandort in dieser Form zu schwächen! Gerade junge Leute bereichern die Landeshauptstadt in ihrer Entwicklung als Wirtschaftsstandort. Statt die Studenten durch eine verfehlte Steuererhöhung aus der Stadt zu jagen, sollte der Magistrat für noch bessere Entwicklungsmöglichkeiten von jungen Menschen sorgen.“

    Sollte die Zweitwohnsitzsteuer in Wiesbaden erhoben werden, würde dies für einen Bewohner einer durchschnittlichen 2er-WG in der Wiesbadener Innenstadt je nach Steuersatz eine jährliche Zusatzbelastung zwischen 350 und 750 Euro ergeben.
    „Studenten müssten also einen Betrag um den maximalen BAFöG-Monatssatz an die Stadt abdrücken. Das ist in keiner Weise verhältnismäßig und reine Abzocke junger Menschen.“, so Schwalbach.
    „Offensichtlich fehlt CDU und SPD der Mut, den Wiesbadenern die Wahrheit zu sagen. Betroffen von den Kürzungen sind hauptsächlich diejenigen, die am 6. März nicht zur Kommunalwahl gehen können. Das ist feige. Die jungen Menschen haben bei CDU und SPD offensichtlich keine Lobby, sonst würden sie nicht dort sparen, wo sie auf den geringsten Widerstand stoßen. Die Pläne müssen sofort gestoppt werden. Für uns gilt weiterhin: Gute Bildung mag teuer sein, aber schlechte Bildung ist langfristig unbezahlbar.“ so Winkelmann und Schwalbach abschließend.

  • storypic_spitzenkandidat

    Lucas Schwalbach führt JuLis Wiesbaden in den Kommunalwahlkampf

    Auf ihrer Mitgliederversammlung am Donnerstag, den 25. Juni 2015 haben die Jungen Liberalen Wiesbaden ihren Spitzenkandidaten zur Kommunalwahl 2016 gewählt.

    Die Entscheidung fiel dabei einstimmig auf den 23-jährigen Jurastudenten Lucas Schwalbach aus Dotzheim. Dieser zeigte sich hocherfreut über seine Wahl: „Ich dank den JuLis für ihr Vertrauen. Gemeinsam wollen wir jetzt die Themen anpacken, die die Jugend bewegen. Zu viele Schulen in Wiesbaden sind in einem verwahrlosten Zustand. Um unsere Stadt fit für die Zukunft zu machen, brauchen wir jedoch moderne Schulen. Investitionen in Schulen sind dabei immer auch Investitionen in die Zukunft Wiesbadens.“

    Foto des Kandidaten

    V.l.n.r. Chris Diers , Lucas Schwalbach, Alexander Winkelmann

    Ein weiterer Schwerpunkt im Wahlkampf wird für die Jungen Liberalen die Frage der zukünftigen Entwicklung Wiesbadens sein:

    „Wiesbaden bietet gerade für junge Menschen die perfekte Lage im Herzen des Rhein-Main-Gebietes, umgeben von hervorragenden Studien- wie Arbeitsbedingungen. Dennoch wird Wiesbaden immer noch als Seniorenstadt wahrgenommen. Hier bedarf es eines Bewusstseinswechsels im Stadtparlament – ohne junge Leute wird Wiesbaden keine Zukunft haben.“, so Schwalbach.

    Der gebürtige Wiesbadener, der sich gerade auf sein erstes juristisches Staatsexamen vorbereitet und sein Abitur 2011 an der Diltheyschule ablegte, bekleidete in den letzten Jahren verschiedenen politische Ämter. Derzeit ist er stellvertretender Vorsitzender der Jungen Liberalen Hessen und Mitglied im Landesvorstand der Freien Demokraten.

    Vorgeschlagen wurde Schwalbach vom JuLi-Spitzenkandidaten der Jahre 2006 und 2011 und jetzigen Fraktionsvorsitzenden der Freien Demokraten, Christian Diers.

    „Ich danke Christian Diers für sein Engagement in den letzten beiden Wahlkämpfen und für das offensive Vertreten junger Ideen in der Stadtverordnetenversammlung. Gemeinsam werden wir frischen Wind in die alten Mauern des Wiesbadener Rathauses bringen“, so Schwalbach abschließend.

  • storypic_Bildung

    Bildungsvielfalt statt Einfalt – Pluralismus auch in der Bildungspolitik!

    Bei der Bildung wollen alle nur das Beste – Politiker überschlagen sich hier mit Superlativen. Es wird von der Bildung als einzige natürliche Ressource Deutschlands sinniert, die Bildung als Ausdruck gelungener Sozialpolitik gesehen und nicht weniger als „die beste Bildung der Welt“ gefordert.
    Im Land der Dichter und Denker genießt die Bildungspolitik ein Ansehen und mediale Aufmerksamkeit wie kaum ein anderes Politikfeld.

    Auch Christian Lindner lässt momentan keine Möglichkeit aus, die Bedeutung von Bildungspolitik in den Fokus zu stellen. Dabei wird gleich eine neueBildungsverfassung gefordert und natürlich eine „pragmatische Lösung“ angeboten – zukünftig sollen die Lehrpläne vom Bund den Schulen vorgegeben werden.

    Nach dem Modell, welches der Bundesvorstand zum Beschluss dem Bundesparteitag der FDP übernächste Woche vorgelegt hat, verschiebt sich so die Rahmengebung von der Landes- auf die Bundesebene.
    Dieses System habe den großen Vorteil, dass so ein echter Wettbewerb zwischen den Schulen gegeben sei und die Landespolitiker endlich nicht mehr in Bildungsangelegenheiten herumstümpern können.

    Doch schafft der Einheitslehrplan „die beste Bildung der Welt“?

    Zentral vs. Föderal

    Ziel der Vereinheitlichung der Lernpläne soll ein Wettbewerb zwischen den Schulen sein. Damit Eltern die Möglichkeit haben die beste Schule für ihre Kinder auszusuchen sollen sie so vergleichen können, welche Schulabgänger die besten Abschlüsse produziert haben. Der Wettbewerb zwischen den Schulen führt so zu einer Verbesserung der Qualität der schulischen Bildung.
    Dieser Wettbewerb zwischen den Schulen kann jedoch schon heute im föderalen Bildungssystem erfolgreich sein. So haben nicht zuletzt freidemokratische Bildungsministerinnen in Hessen den Weg für einen echten Wettbewerb zwischen den Schulen geebnet, in dem sie das Modell der selbstständigen Schule einführten.
    Legt das Bundesbildungsministerium die Lernpläne fest, haben wir de facto die Zentralisierung des deutschen Bildungswesens – mit allen seinen Nachteilen.
    Es mag in Deutschland Bundesländer mit besseren und mit schlechteren Schulsystemen geben. Wer die Bildung auf Bundesebene legt kann sich allerdings sicher sein, dass anschließend alle Schüler ein gleichermaßen schlechtes Schulsystem haben. Wer glaubt das Bundestagsabgeordnete mit Bildungsreformen überlegter umgehen als Landespolitiker verkennt, dass die mediale Aufmerksamkeit der Bildungspolitik alles überstrahlen kann. Mit jeder neuen Bundesregierung wäre uns einer Bildungsreform sicher – für alle.
    Fehler werden so nicht mehr lokal auf Landesebene gemacht sondern für alle einheitlich auf Bundesebene.
    Dabei fällt ein ganz entscheidendes Korrektiv weg – der Wettbewerb um den beste Lehrplan. Heute vergleichen wir den hessischen Lehrplan nicht nur mit vergleichbaren Regelungen in Frankreich, England oder USA sondern auch mit Bayern, Sachen und Nordrhein Westfalen.
    Wir erkennen so schnell Fehlentwicklungen und können auf Landesebene gleichermaßen schnell reagieren. Auch sind „Bildungsexperimente“ lokal begrenzt und sollte das Experiment Erfolg haben übernehmen wir erfolgreiche Modelle in unser eigenes System.

    „Die beste Bildung der Welt“

    Durch den Bildungsföderalismus schaffen wir so nicht nur einen Wettbewerb zwischen den Schulen sondern auch zwischen Lehrplänen.
    Ähnlich wie dieser Wettbewerb zwischen den Schulen nur funktioniert, wenn man diesen den Freiraum gibt sich zu entfalten und verschiedene, dezentral verwaltete Schule zulässt, funktioniert der Wettbewerb um den besten Lehrplan nur in einem dezentralen und somit föderalen System.

    Wir gewinnen mit der selbstständigen Schule eine individuelle Bildung, welche Schwerpunkte setzen kann und so besondere Fähigkeiten unserer Kinder fördert.
    Mit den selbstständigen Bundesländern erhalten wir einen Bildungsrahmen, welcher im Wettbewerb die den besten Lehrplan entwickelt.

    Zusammen ergibt sich so das „beste Bildungssystem der Welt“, welches durch ständige Anpassung und Weiterentwicklung seine Schüler auf die Anforderungen einer globalisierten Welt und eines selbstbestimmten Lebens vorbereitet.

    Von Lucas Schwalbach

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    Vom Weltmeister der Bildungsreformen

    Es ist soweit: 1954, 1974, 1990 und jetzt 2014 ist Deutschland wieder Fußballweltmeister!

    Kein Wunder, dass in den vergangenen Wochen die Welt ganz besonders auf unsere inländischen Geschehnisse schaut. Auch wirtschaftlich profitiert unser Land davon, denn wo der Jubel groß ist fühlt der Kaufrausch sich heimisch. Doch weg vom Fußball, denn nicht nur dort nennt man uns Weltmeister: Meckerweltmeister, Sanktionenweltmeister, doch kaum ein Titel hängt uns so sehr nach, wie der des Reformweltmeisters. Das klingt zunächst nicht schlecht, doch schauen wir uns mal die Entwicklung des Bildungssystems an. Seit Jahren brennt der Streit um G 8/9 fast schon stellvertretend für jegliche Bildungsreform, da man dort über die Jahre als Eltern vollkommen den Faden verloren haben muss.

    Schaffen wir uns doch einmal einen kurzen Überblick:

    1936 wurde die Schulzeit auf zwölf Jahre verkürzt, um, den geschichtlichen Gegebenheiten entsprechend, das Militär zu verstärken.

    1949 beschloss die gegründete BRD das Abitur nach dreizehn Jahren wieder einzuführen.

    Spätestens 2003 schlossen sich neue und alte Bundesländer der erneuten G8-Reform an.

    Hintergrund der Reform war der internationale Wettbewerb. Schaut man einmal aus Deutschland heraus wird man bemerken, dass die Hochschulreife nach zwölf Jahren fast schon europäischer Konsens ist. Frei nach dem Motto: Was die können, schafft Deutschland doch allemal! War man optimistisch gegenüber der Reform. Nur war dies nicht lediglich eine durchdachte Reform. Immer wieder wurde in der laufenden Umstellung gefeilt, neue Regelungen eingeführt und die Elternschaft verwirrt. Wer kann es ihnen verübeln, dass nach den ersten Abschlussjahrgängen das Verlangen nach G9 wieder groß war. Immerhin wusste man an dem System wo man ist. Nun dürfen wir nicht schwarzmalen, schließlich haben wir ja richtig erkannt, dass es in unseren Nachbarländern ja auch wunderbar funktioniert.

    Wo ist also unser Problem?

    Vollziehen wir einmal den einfachen Schritt, uns auch wirklich anzuschauen wie die anderen es machen, wird es schnell klar. Bereits seit dem Kindergarten lernen die Kinder dort spielerisch lesen, schreiben und auch rechnen. Betrachtet man die Auffassungsgabe eines 3-5 jährigen wird man merken, dass dies auch kein Problem darstellt. Diese Kinder gehen mit ganz anderen Voraussetzungen als wir in die Grund- und weiterführenden Schulen.

    Ist es wirklich so einfach?

    Nein. Frühkindliche Bildung spielt zwar einen zentralen Punkt für ein funktionierendes G8, jedoch wird weitläufig hauptsächlich die individuelle Entwicklung der Kinder kritisiert. Überfüllte Lehrpläne, Repression der individuellen Fähigkeiten für ein standardisiertes Mittelmaß, Unterfinanzierung, sowie zunehmende Abgabe der elterlichen Verantwortungen an den Bildungsauftrag der Lehrer. Alle diese Vorwürfe stehen im Raum und suchen nach Lösung. Wir wollen die Kinder zu mündigen Bürgern erziehen. Wir wollen, dass sie die Welt verstehen und sich in ihr frei entfalten und sie somit bereichern können. Natürlich ist das System noch nicht perfekt und es wird noch Reformen geben und brauchen, aber wir brauchen keine andauernden Reformen für Reformen, die nicht nicht laufen wie wir wollen.

    Jana Weber-Perez