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    Mit Public Viewing zum EM-Titel!

    Dieses Jahr wird es zur Fußball Europameisterschaft kein Public Viewing geben! Vor wenigen Tagen teilte die städtische Pressestelle die entsprechende Entscheidung des Oberbürgermeisters Sven Gerich (SPD) und des Stadtrats Detlev Bendel (CDU) mit und verwies dabei auf zu hohe Kosten.
    Die Jungen Liberalen (JuLis) Wiesbaden sprechen sich für die Fortführung vom Wiesbadener Public Viewing aus und kritisieren die Entscheidung zur Absage von Oberbürgermeister Gerich und Stadtrat Bendel. “Die EM stellt ein außerordentliches Ereignis dar, bei dem  alle Fußballfans in der Stadt zusammenkommen und ihr Team anfeuern. Wieso sollte man diese Gemeinschaft auseinanderreißen?”, fragt dazu der Vorsitzende der JuLis Wiesbaden und neu gewählte Stadtverordnete, Alexander Winkelmann. Am finanziellen Aufwand solle es nicht scheitern. Auf 150.000 Euro sollen sich die Ausgaben zum Public Viewing 2014 belaufen haben. Betrachtet man frühere und aktuelle Projektausgaben der Stadt, scheint die Entscheidung zur Absage äußerst ernüchternd. “Es ist schade, dass  das Public Viewing, mit seinem sozialen und integrativen Charakter, den vergleichsweise minderen finanziellen Aufwand der Stadt nicht wert scheint.”, so Alex weiter. Es gehe hierbei darum, die vielfältige städtische Gemeinschaft, gerade in diesen Zeiten, zu stärken und zu einen.
    Besonders für Jugendliche fällt mit dem Public Viewing auch eine besondere Möglichkeit der Freizeitgestaltung weg. Unter 18 Jahren eine Alternative zum elterlichen Fernseher zu finden wird dabei schwer. “ Nicht jeder Jugendliche hat das Geld, um zu jedem Länderspiel in ein Lokal zu gehen und dort etwas zu konsumieren.”, kritisiert Alex. Auch der gemeinschaftliche Aspekt sei hierbei hervorzuheben. Oft treffe man sich mit Freunden im Park, gerade zu der warmen Jahreszeit, und schaue am Abend gemeinsam das Spiel beim Public Viewing. “Durch den städtischen Sparkurs in der Vereins- und Jugendpolitik erschwert die Stadt den Jugendlichen schon jetzt die kostengünstige Freizeitgestaltung. Sie übersieht dabei den integrativen Effekt, dem das Zusammenkommen von jungen Menschen, unabhängig von finanziellen Voraussetzungen, zugrunde liegt.”, schlussfolgert Alex abschließend.
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    Zukunftskonzepte für Folklore statt heißer Luft

    Für die Jungen Liberalen Wiesbaden (JuLis) ist das Folklorefestival ein wichtiger Bestandteil der Jugendkultur. „In einer Stadt wie Wiesbaden, die in der Region nicht gerade für ihre Jugendlichkeit bekannt ist, war das Folklorefestival mit seinem besonderen Mix aus Musik und Jugendkultur ein Leuchtturmprojekt im Meer der Rentnerveranstaltungen.“, so Lucas Schwalbach, Spitzenkandidat der Jungen Liberalen Wiesbaden. „So eine Institution darf nicht mit einem Handstreich beseitigt werden, bloß weil das Hin und Her im Veranstaltungskonzept der letzten zwei Jahre gescheitert ist. Alle sind dazu aufgerufen, gemeinsam Lösungen für eine Fortführung zu finden.“

    Konkret schlagen die Jungen Liberalen die zeitliche oder organisatorische Zusammenlegung mit anderen Wiesbadener Festivals vor. „Eine Verknüpfung etwa mit dem Youth Culture Festival würde die Einbindung der Wiesbadener Jugendlichen sicherstellen, das Festival attraktiver machen und gleichzeitig Doppelstrukturen abbauen. Zudem könnte man auf die Veranstalter des Christopher Street Days zugehen um mit Ihnen eine zeitliche Verknüpfung zu vereinbaren“, so Schwalbach weiter.

    Dabei sprechen sich die JuLis Wiesbaden gegen den von der Jungen Union gemachten Vorschlag aus, ein an Jugendliche gerichtetes Festival von einem professionellen Veranstalter ausrichten zu lassen. „Die einzigartige Atmosphäre von Folklore entstammt nicht nur den auftretenden Bands sondern auch der breiten Basis an lokalen und gemeinnützigen Initiativen. Das kann nicht einfach extern veranstaltet werden.“, ergänzt Alexander Winkelmann, Kreisvorsitzender der Jugendorganisation der Freien Demokraten, „Es ist absolut scheinheilig, dass die JU sich als Retter des Festivals aufspielt und selbst noch nie mit einem Stand vertreten war. Wo war die JU vor zwei Jahren als die Jugendorganisationen sich zu ‚Rettet Folklore‘ zusammengeschlossen haben?“