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    Bildungsvielfalt statt Einfalt – Pluralismus auch in der Bildungspolitik!

    Bei der Bildung wollen alle nur das Beste – Politiker überschlagen sich hier mit Superlativen. Es wird von der Bildung als einzige natürliche Ressource Deutschlands sinniert, die Bildung als Ausdruck gelungener Sozialpolitik gesehen und nicht weniger als „die beste Bildung der Welt“ gefordert.
    Im Land der Dichter und Denker genießt die Bildungspolitik ein Ansehen und mediale Aufmerksamkeit wie kaum ein anderes Politikfeld.

    Auch Christian Lindner lässt momentan keine Möglichkeit aus, die Bedeutung von Bildungspolitik in den Fokus zu stellen. Dabei wird gleich eine neueBildungsverfassung gefordert und natürlich eine „pragmatische Lösung“ angeboten – zukünftig sollen die Lehrpläne vom Bund den Schulen vorgegeben werden.

    Nach dem Modell, welches der Bundesvorstand zum Beschluss dem Bundesparteitag der FDP übernächste Woche vorgelegt hat, verschiebt sich so die Rahmengebung von der Landes- auf die Bundesebene.
    Dieses System habe den großen Vorteil, dass so ein echter Wettbewerb zwischen den Schulen gegeben sei und die Landespolitiker endlich nicht mehr in Bildungsangelegenheiten herumstümpern können.

    Doch schafft der Einheitslehrplan „die beste Bildung der Welt“?

    Zentral vs. Föderal

    Ziel der Vereinheitlichung der Lernpläne soll ein Wettbewerb zwischen den Schulen sein. Damit Eltern die Möglichkeit haben die beste Schule für ihre Kinder auszusuchen sollen sie so vergleichen können, welche Schulabgänger die besten Abschlüsse produziert haben. Der Wettbewerb zwischen den Schulen führt so zu einer Verbesserung der Qualität der schulischen Bildung.
    Dieser Wettbewerb zwischen den Schulen kann jedoch schon heute im föderalen Bildungssystem erfolgreich sein. So haben nicht zuletzt freidemokratische Bildungsministerinnen in Hessen den Weg für einen echten Wettbewerb zwischen den Schulen geebnet, in dem sie das Modell der selbstständigen Schule einführten.
    Legt das Bundesbildungsministerium die Lernpläne fest, haben wir de facto die Zentralisierung des deutschen Bildungswesens – mit allen seinen Nachteilen.
    Es mag in Deutschland Bundesländer mit besseren und mit schlechteren Schulsystemen geben. Wer die Bildung auf Bundesebene legt kann sich allerdings sicher sein, dass anschließend alle Schüler ein gleichermaßen schlechtes Schulsystem haben. Wer glaubt das Bundestagsabgeordnete mit Bildungsreformen überlegter umgehen als Landespolitiker verkennt, dass die mediale Aufmerksamkeit der Bildungspolitik alles überstrahlen kann. Mit jeder neuen Bundesregierung wäre uns einer Bildungsreform sicher – für alle.
    Fehler werden so nicht mehr lokal auf Landesebene gemacht sondern für alle einheitlich auf Bundesebene.
    Dabei fällt ein ganz entscheidendes Korrektiv weg – der Wettbewerb um den beste Lehrplan. Heute vergleichen wir den hessischen Lehrplan nicht nur mit vergleichbaren Regelungen in Frankreich, England oder USA sondern auch mit Bayern, Sachen und Nordrhein Westfalen.
    Wir erkennen so schnell Fehlentwicklungen und können auf Landesebene gleichermaßen schnell reagieren. Auch sind „Bildungsexperimente“ lokal begrenzt und sollte das Experiment Erfolg haben übernehmen wir erfolgreiche Modelle in unser eigenes System.

    „Die beste Bildung der Welt“

    Durch den Bildungsföderalismus schaffen wir so nicht nur einen Wettbewerb zwischen den Schulen sondern auch zwischen Lehrplänen.
    Ähnlich wie dieser Wettbewerb zwischen den Schulen nur funktioniert, wenn man diesen den Freiraum gibt sich zu entfalten und verschiedene, dezentral verwaltete Schule zulässt, funktioniert der Wettbewerb um den besten Lehrplan nur in einem dezentralen und somit föderalen System.

    Wir gewinnen mit der selbstständigen Schule eine individuelle Bildung, welche Schwerpunkte setzen kann und so besondere Fähigkeiten unserer Kinder fördert.
    Mit den selbstständigen Bundesländern erhalten wir einen Bildungsrahmen, welcher im Wettbewerb die den besten Lehrplan entwickelt.

    Zusammen ergibt sich so das „beste Bildungssystem der Welt“, welches durch ständige Anpassung und Weiterentwicklung seine Schüler auf die Anforderungen einer globalisierten Welt und eines selbstbestimmten Lebens vorbereitet.

    Von Lucas Schwalbach

  • Collage Buko

    Mehr Respekt vor Menschen – Bericht vom Bundeskongress der JuLis

    Am Wochenende vom 24. bis zum 26. April waren die JuLis Wiesbaden mit einer Delegation von fünf Mitgliedern auf dem Jubiläumsbundeskongress der Jungen Liberalen vertreten. Lucas, Lea, Julian, Raphael und Nathalie haben dabei zusammen mit 200 weiteren JuLis aus ganz Deutschland über die Respektgesellschaft diskutiert. Unter anderem wurden im Laufe des Kongresses das elternunabhängige BaföG, ein Bildungsrahmen auf Bundesebene, die Abschaffung der Störerhaftung und der flächendeckende Ausbau der Breitbandinternetverbindung auch im ländlichen Raum beschlossen.

    Der Bundesvorsitzende Konstantin Kuhle machte dabei deutlich, wo sich Deutschland in Zukunft verändern muss. „Wie kann es sein, dass es immer noch teurer ist, sein Kind in einen Kindergarten zu schicken als in die Universität? Was hat das mit Chancengerechtigkeit zu tun? Wenn es in Zukunft weniger Kinder gibt, dann besteht jetzt die einzigartige Gelegenheit, den Betreuungsschlüssel im Kindergarten und in der Schule massiv zu senken. Wenn mehr Erzieher und Lehrer für weniger Kinder zuständig sind, steigt die Bildungsqualität. Das wäre eine echte Investition in die Zukunft.“

    Weitere beschlossene Anträge behandelten die Wiederaufnahme des Projektes Mare Nostrum mit EU Finanzierung und die Verschlankung des öffentlich-rechtlichen Rundfunkes. Auf www. julis.de sind sämtliche beschlossene Anträge kurz nach dem Kongress für alle Interessierten einsehbar.

    Am Rande des Kongressen warben die JuLis auf einer Kundgebung für die kontrollierte Freigabe von Cannabis an Erwachsene.

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    Am Samstagabend wurde darüberhinaus noch das 35 jährige Jubiläum der JuLis mit allen Teilnehmern und vielen ehemaligen JuLis (und heute FDPlern) als Gästen gefeiert.

    Wir freuen uns auf jeden Fall schon auf die nächsten 35 ereignisreichen, spannenden Jahre voller neuer Freundschaften und Ideen mit den JuLis.

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    Landesparteitag

    Der Landesparteitag der FDP Hessen.

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    Wiesbaden rockt Hamburg

    In einer Woche ist in Hamburg Bürgerschaftswahl. Dieses Wochenende haben sich die Wiesbadener JuLis zusammen mit 400 weiteren freien Demokraten in Busse gesetzt und sind in die Hansestadt an der Alster gefahren, um Katja Suding und ihr Team zu unterstützen.

    Neben einem Flashmob mit hunderten gelben, pinken und blauen Luftballons sind wir auch durch die ganze Stadt ausgeschwärmt um mit Bürgern über Bildung, Verkehrs- und Wirtschaftspolitik zu reden. Zum Beispiel über die Busbeschleunigung in der Innenstadt oder über die Steuergeldverschwendung bei der Philharmonie.

    kleinesbild_hhFrisch gestärkt mit neuen Ideen freuen wir uns schon darauf, Konzepte für die Zukunft in unserem Jugendwahlprogramm für die Kommunalwahl in Wiesbaden in 2016 zu erarbeiten. Themen wie der Sanierungsstau an den Wiesbadener Schulen, die bauliche Stadtentwicklung, der Hochschulstandort oder den Parkplatzmangel in der Innenstadt gibt es sicherlich genug.

     

    Du hast eine Idee oder ein Problem in Wiesbaden festgestellt, dass dringend gelöst werden muss? Dann schreib uns doch in den Kommentaren.

    Dieses Wochenende gilt für uns aber erstmal: Hamburg gibt die Richtung vor.

     

    Bild im Header: Raphaela C. Näger / pixelio
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