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    Wiesbaden rockt Hamburg

    In einer Woche ist in Hamburg Bürgerschaftswahl. Dieses Wochenende haben sich die Wiesbadener JuLis zusammen mit 400 weiteren freien Demokraten in Busse gesetzt und sind in die Hansestadt an der Alster gefahren, um Katja Suding und ihr Team zu unterstützen.

    Neben einem Flashmob mit hunderten gelben, pinken und blauen Luftballons sind wir auch durch die ganze Stadt ausgeschwärmt um mit Bürgern über Bildung, Verkehrs- und Wirtschaftspolitik zu reden. Zum Beispiel über die Busbeschleunigung in der Innenstadt oder über die Steuergeldverschwendung bei der Philharmonie.

    kleinesbild_hhFrisch gestärkt mit neuen Ideen freuen wir uns schon darauf, Konzepte für die Zukunft in unserem Jugendwahlprogramm für die Kommunalwahl in Wiesbaden in 2016 zu erarbeiten. Themen wie der Sanierungsstau an den Wiesbadener Schulen, die bauliche Stadtentwicklung, der Hochschulstandort oder den Parkplatzmangel in der Innenstadt gibt es sicherlich genug.

     

    Du hast eine Idee oder ein Problem in Wiesbaden festgestellt, dass dringend gelöst werden muss? Dann schreib uns doch in den Kommentaren.

    Dieses Wochenende gilt für uns aber erstmal: Hamburg gibt die Richtung vor.

     

    Bild im Header: Raphaela C. Näger / pixelio
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    Vom Weltmeister der Bildungsreformen

    Es ist soweit: 1954, 1974, 1990 und jetzt 2014 ist Deutschland wieder Fußballweltmeister!

    Kein Wunder, dass in den vergangenen Wochen die Welt ganz besonders auf unsere inländischen Geschehnisse schaut. Auch wirtschaftlich profitiert unser Land davon, denn wo der Jubel groß ist fühlt der Kaufrausch sich heimisch. Doch weg vom Fußball, denn nicht nur dort nennt man uns Weltmeister: Meckerweltmeister, Sanktionenweltmeister, doch kaum ein Titel hängt uns so sehr nach, wie der des Reformweltmeisters. Das klingt zunächst nicht schlecht, doch schauen wir uns mal die Entwicklung des Bildungssystems an. Seit Jahren brennt der Streit um G 8/9 fast schon stellvertretend für jegliche Bildungsreform, da man dort über die Jahre als Eltern vollkommen den Faden verloren haben muss.

    Schaffen wir uns doch einmal einen kurzen Überblick:

    1936 wurde die Schulzeit auf zwölf Jahre verkürzt, um, den geschichtlichen Gegebenheiten entsprechend, das Militär zu verstärken.

    1949 beschloss die gegründete BRD das Abitur nach dreizehn Jahren wieder einzuführen.

    Spätestens 2003 schlossen sich neue und alte Bundesländer der erneuten G8-Reform an.

    Hintergrund der Reform war der internationale Wettbewerb. Schaut man einmal aus Deutschland heraus wird man bemerken, dass die Hochschulreife nach zwölf Jahren fast schon europäischer Konsens ist. Frei nach dem Motto: Was die können, schafft Deutschland doch allemal! War man optimistisch gegenüber der Reform. Nur war dies nicht lediglich eine durchdachte Reform. Immer wieder wurde in der laufenden Umstellung gefeilt, neue Regelungen eingeführt und die Elternschaft verwirrt. Wer kann es ihnen verübeln, dass nach den ersten Abschlussjahrgängen das Verlangen nach G9 wieder groß war. Immerhin wusste man an dem System wo man ist. Nun dürfen wir nicht schwarzmalen, schließlich haben wir ja richtig erkannt, dass es in unseren Nachbarländern ja auch wunderbar funktioniert.

    Wo ist also unser Problem?

    Vollziehen wir einmal den einfachen Schritt, uns auch wirklich anzuschauen wie die anderen es machen, wird es schnell klar. Bereits seit dem Kindergarten lernen die Kinder dort spielerisch lesen, schreiben und auch rechnen. Betrachtet man die Auffassungsgabe eines 3-5 jährigen wird man merken, dass dies auch kein Problem darstellt. Diese Kinder gehen mit ganz anderen Voraussetzungen als wir in die Grund- und weiterführenden Schulen.

    Ist es wirklich so einfach?

    Nein. Frühkindliche Bildung spielt zwar einen zentralen Punkt für ein funktionierendes G8, jedoch wird weitläufig hauptsächlich die individuelle Entwicklung der Kinder kritisiert. Überfüllte Lehrpläne, Repression der individuellen Fähigkeiten für ein standardisiertes Mittelmaß, Unterfinanzierung, sowie zunehmende Abgabe der elterlichen Verantwortungen an den Bildungsauftrag der Lehrer. Alle diese Vorwürfe stehen im Raum und suchen nach Lösung. Wir wollen die Kinder zu mündigen Bürgern erziehen. Wir wollen, dass sie die Welt verstehen und sich in ihr frei entfalten und sie somit bereichern können. Natürlich ist das System noch nicht perfekt und es wird noch Reformen geben und brauchen, aber wir brauchen keine andauernden Reformen für Reformen, die nicht nicht laufen wie wir wollen.

    Jana Weber-Perez

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