• Collage Buko

    Mehr Respekt vor Menschen – Bericht vom Bundeskongress der JuLis

    Am Wochenende vom 24. bis zum 26. April waren die JuLis Wiesbaden mit einer Delegation von fünf Mitgliedern auf dem Jubiläumsbundeskongress der Jungen Liberalen vertreten. Lucas, Lea, Julian, Raphael und Nathalie haben dabei zusammen mit 200 weiteren JuLis aus ganz Deutschland über die Respektgesellschaft diskutiert. Unter anderem wurden im Laufe des Kongresses das elternunabhängige BaföG, ein Bildungsrahmen auf Bundesebene, die Abschaffung der Störerhaftung und der flächendeckende Ausbau der Breitbandinternetverbindung auch im ländlichen Raum beschlossen.

    Der Bundesvorsitzende Konstantin Kuhle machte dabei deutlich, wo sich Deutschland in Zukunft verändern muss. „Wie kann es sein, dass es immer noch teurer ist, sein Kind in einen Kindergarten zu schicken als in die Universität? Was hat das mit Chancengerechtigkeit zu tun? Wenn es in Zukunft weniger Kinder gibt, dann besteht jetzt die einzigartige Gelegenheit, den Betreuungsschlüssel im Kindergarten und in der Schule massiv zu senken. Wenn mehr Erzieher und Lehrer für weniger Kinder zuständig sind, steigt die Bildungsqualität. Das wäre eine echte Investition in die Zukunft.“

    Weitere beschlossene Anträge behandelten die Wiederaufnahme des Projektes Mare Nostrum mit EU Finanzierung und die Verschlankung des öffentlich-rechtlichen Rundfunkes. Auf www. julis.de sind sämtliche beschlossene Anträge kurz nach dem Kongress für alle Interessierten einsehbar.

    Am Rande des Kongressen warben die JuLis auf einer Kundgebung für die kontrollierte Freigabe von Cannabis an Erwachsene.

    11205519_808971422523739_8656670077650229205_n 11209427_808971379190410_728496174687338663_n

    Am Samstagabend wurde darüberhinaus noch das 35 jährige Jubiläum der JuLis mit allen Teilnehmern und vielen ehemaligen JuLis (und heute FDPlern) als Gästen gefeiert.

    Wir freuen uns auf jeden Fall schon auf die nächsten 35 ereignisreichen, spannenden Jahre voller neuer Freundschaften und Ideen mit den JuLis.

  • storypic_lako

    Junge Liberale Wiesbaden unterwegs in Brüssel und Darmstadt

    Abgeordnetenfahrt zum EU Parlament und der EU Kommission in Brüssel
    #BrüsselRockt!

    Mittwoch
    Am Mittwoch sind Alex, Gregor und Raphael früh morgens nach Brüssel zum EU Parlament und dem Abgeordneten Alexander Graf Lambsdorff aufgebrochen. Nach Zwischenstopp in Bonn, sind wir dann pünktlich zum Mittagessen in Brüssel angekommen. Anschließend ging es zur EU-Kommission, wo uns der Besucherdienst Geschichte und Arbeitsweise der Kommission erklärt hat.
    Die Kommission bildet sozusagen die „europäische Regierung“. In ihr sind 28 Kommissare und ein Kommissionspräsident vertreten, wobei jeder Mitgliedsstaat einen Kommissar entsendet. Die Kommissare werden von einem Beraterstab mit 6 Personen unterstützt. Zusätzlich dazu versammelt die ganze Kommission zusammen einen Verwaltungsapparat von ca. 23.000 Beamten und 110.000 Angestellten hinter sich.
    Später ging es für uns ins Hotel, wo wir uns kurz erholten und auf den Abend vorbereiteten. Das Abendessen konnten wir dann auch in entspannter Atmosphäre zusammen mit Alexander Graf Lambsdorff und den Mitarbeitern seines Büros einnehmen. Den Abend selbst nutzten dann zum Erkunden des Brüsseler Nachtlebens, wobei wir die belgischen Biere kennenlernen konnten und die etwas eingerosteten Französischkenntnisse beim Gespräch am Tresen wieder auffrischten.

    Donnerstag
    Am zweiten Tag waren wird bei der Alliance Liberals and Democrats for Europe Party (ALDE), der liberalen Fraktion im Europaparlament zu Gast. Hier berichtete uns Philipp Hansen (Leiter der politischen Abteilung) etwas über die Zusammensetzung und die Aufgaben der Fraktion. Sie besteht aus 57 liberalen Parteien der einzelnen Nationalstaaten, die nicht nur geografisch zu Europa gehören oder sich in der EU befinden und vertritt deren Positionen.
    Zum Abschluss ging es weiter ins Parlament zum Gespräch mit Alexander Graf Lambsdorff.
    Die Themen waren unter anderem: das europäische Bürgerbegehren zur Legalisierung von Cannabis, das Freihandelsabkommen TTIP und die Griechenlandkrise.
    Zur der Legalisierung von Cannabis sagte Alexander Graf Lambsdorff das dies nicht in der Entscheidungskompetenz der EU läge, sondern sprach sich klar für das Subsidaritätsprinzip aus, wonach jeder einzelnen Mitgliedstaaten sowas selbst regeln soll.
    Bezüglich des Freihandelsabkommens machte Lambsdorff deutlich das durch die Medien ein falsches Bild gezeichnet wird. Wir brauchen keine Angst vor Chlorhühnchen etc. haben, da Gesundheits- und Hygienerichtlinien erhalten bleiben werden. Die Gründe für die Panikmache lägen in Antiamerikanismus und einer antiliberale Haltung. Zum Thema Griechenland sagte er, dass man keine Schonfristen mehr einräumen dürfe und sich die griechische Regierung lieber Spanien oder Portugal mit ihren Reformen zum Vorbild nehmen solle.
    Wir ließen den Tag in der Brüsseler Innenstadt ausklingen bevor wir die Rückreise antraten.

    Es sagte mal jemand wenn A = B und B = C dann muss A = C sein. Wenn also die Jugend unsere Zukunft ist und die Zukunft = Europa, dann muss die Jugend auch Europa sein. Demnach ist es umso wichtiger das junge Leute in das Zentrum Europas kommen, um sich zu informieren und den europäischen Gedanken in ihre Heimatstaaten mit zurücknehmen.

    64. Landeskongress der Jungen Liberalen Hessen in Darmstadt

    Samstag
    Der 64. LaKo der JuLis Hessen begann dann am Freitagabend mit dem traditionellen Neumitgliederseminar. Dabei hatte man die Möglichkeit sich mit dem Kongressablauf vertraut zu machen und sich dann am Abend besser kennenzulernen.
    Samstags startete dann der „richtige“ Kongress im schönen Darmstädter Stadtteil Eberstadt. Den Vormittag nutzten wir dafür ein Rahmenprogramm für den Kommunalwahlkampf 2016 in Hessen aufzustellen. Für uns junge Liberale werden dabei unter anderem die Themen Finanzen, Sicherheit, sowie Partizipation und Ehrenamt eine wichtige Rolle spielen.
    Außerdem war der Fraktionsvorsitzende der Freien Demokraten im hessischen Landtag Florian Rentsch zu Gast, der uns über die bedenkliche Doppelmoral von CDU und Grünen in der Landespolitik berichtet hat.
    Nach dem Mittagessen hatten wir dann die Möglichkeit in die Beratung der eingereichten Anträge von den Kreisverbänden einzusteigen.
    Thema war zunächst die von der Bundesregierung geplante Vorratsdatenspeicherung. „Vorratsdatenspeicherung löst keine Sicherheitsprobleme. Sie sorgt nur dafür, dass von allen Bürgern unvorstellbare Mengen von Daten gesammelt werden, während sich der Bürger dagegen nicht wehren kann“ so unser Kreisvorsitzender Alex auf dem LaKo.
    Außerdem hat der Kongress unseren Antrag zum Thema TTIP angenommen, in dem wir uns für einen erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen zwischen EU und USA ausspre-chen.
    Nach dem ersten inhaltlich und programmatisch erfolgreichen Kongresstag ging es abends zur Party in den Irishpub „Greensheep“.

    Sonntag
    Am Sonntag konnten wir dann wieder in die Antragsberatung einsteigen. Der Kongress hat sich dabei für die Einführung eines Ausbildungsberufes zum Tätowierer ausgesprochen und Hilfen für die ukrainische Regierung gefordert.
    Zum Ende des Kongresses konnten wir noch einen guten Erfolg bei den Delegiertenwahlen zum Bundeskongress verbuchen. Mit Nathalie, Lea, Jana, Lucas und Julian sind im nächs-ten Jahr 5 Wiesbadener als Delegierte beim Bundeskongress der Jungen Liberalen dabei.